In einem Interview mit Radio Dreyeckland berichtet der Geschäftsführer von Wadi, Thomas von der Osten-Sacken, über die Lage in Syrien.

Bild: (Save Rojava Demonstration in Suleymaniah, Quelle: Thomas v. d. Osten-Sacken)
Aus der Ankündigung:
„Im Gespräch mit Radio Dreyeckland erklärt Thomas von der Osten-Sacken von der Hilfsorganisation Wadi (derzeit in Irakisch Kurdistan) wie eine Rebellion mehrheitlich arabisch besiedelter Gebiete das rasche Vorrücken der Truppen der Regierung in Damaskus gegen die von den kurdisch dominierten, aber nicht ausschließlich kurdischen Syrian Democratic Forces gehaltenen Gebiete ermöglichte. Die Frage ist nun wie weit die Regierungstruppen in kurdische Dörfer und mehrheitlich kurdische Städte vordringen. Nach einem Waffenstillstandsabkommen sollten sie das nicht tun.
Doch während diese Zeilen geschrieben werden, halten Kämpfe augenscheinlich an. Insbesondere wird die Umgebung von Kobani offenbar mit schweren Waffen angegriffen.
In dem Interview geht es auch um weitere Hintergründe, wie die Rolle der USA und die Auswirkungen auf Irakisch Kurdistan, wo man fürchtet, dass in Gefängnissen in Nordsyrien gefangene Terroristen des „Islamischen Staates“ (IS) nun frei kommen. Thomas beschreibt die Situation als eine große Retraumatisierung bei Kurd*innen und jesidischen Kurd*innen. Die Erinnerung an den Terror des IS kommt wieder hoch und an den Terror des Saddam-Regimes. Dazu kommt die Sorge um viele Verwandte in Iran, von denen man nicht weiß, ob sie zu den Opfern der äußerst blutigen Niederschlagung der Proteste in Iran gehören.“