Vortrag, gehalten Ende September 2024 von Thomas v. der Osten-Sacken über Aspekte europäischer Flüchtlingspolitik.

Moria Flüchtlingslager nach dem Brand, Bild: Thomas v. der Osten-Sacken
Aus der Einladung des Multikuturellen Zentrums Trier:
„Europäische Außenpolitik richtet sich längst nach der Maxime, dass eine Massenmigration wie im Jahr 2015 mit allen Mitteln verhindert werden muss. Und mit „allen Mitteln“ sind der Einsatz von Militär in Afrika, Abkommen mit Diktatoren und Despoten und die systematische Abschottung der Außengrenzen gemeint. Je schlechter es Flüchtlingen unterwegs geht, so das zynische Kalkül, desto mehr Menschen überlegen sich, ob sie den Weg nach Europa einschlagen wollen. In Libyen nämlich wartet auf viele nicht etwa der oft lebensgefährliche Trip über das Mittelmeer, sondern die Versklavung. Flüchtlinge gelten hier als Freiwild, aus dem diverse Milizen so viel Profit wie möglich heraus zu pressen versuchen. Und auch die Fluchtrouten über die Türkei sind weitgehend dicht; wer es schafft, den erwarten in Griechenland Lager, die von Medicins sans Frontiéres als „Hölle auf Erden“ bezeichnet wurden.“
Den Vortrag kann man hier nachhören